
Zaun-Idee: Ranch- und Bohlenzaun rustikal bis elegant
Der Ranchzaun kann zu den Lattenzäunen gezählt werden und wird auch Bohlenzaun oder Bonanza-Zaun genannt. Im Grunde handelt es sich um einen rustikalen und natürlich wirkenden Zaun im Westernstyle bzw. in Ranch-Optik. Oft wird er umgangssprachlich auch als Bretterzaun bezeichnet. Das kommt sicher daher, dass er meist als einfacher Zaun für Koppeln und Weiden genutzt wird. Bei dieser Nutzungsart wird nicht viel wert auf die Optik der einzelnen Bohlen gelegt, die dann durch ihr Aussehen eher als Bretter bezeichnet werden können.
Wird der Ranch- und Bohlenzaun als Umzäunung für ein Grundstück mit Haus und Hof genutzt, spielt die Optik eine viel größere Rolle. Der Ranch- und Bohlenzaun ist sehr beliebt in ländlichen Gegenden. Er zeichnet sich durch sein zeitloses, natürliches und rustikales Design aus. Dabei ist diese Zaunart auch äußerst robust und vermittelt einen typischen urwüchsigen Charme.

Die Optik des Ranch- und Bohlenzauns
Die Bohlen für den Ranch- und Bohlenzaun werden aus natürlich gewachsenen Baumstämmen geschnitten. Deshalb ist jede Bohle ein Unikat, da jeder Baum seinen individuellen Wuchs mitbringt. Der Zaun besteht meist aus 2-3 horizontal übereinanderliegenden Bohlen, die bis zu 2,5 m lang sein können. Die Höhe einer Bohle variiert dabei zwischen 18-25 cm. Die Dicke bzw. Stärke einer einzelnen Bohle beträgt oft bis zu 24 mm. Je nach Höhe des Zauns, liegen die Holzbohlen dichter oder mit einem individuell ausrichtbaren Abstand übereinander. Wenn Sie es mögen, können Sie die Holzbohlen mit einer sogenannte „Waldkante“ erwerben. Durch diesen Rest der natürlichen Schutzschicht des Baums wird der rustikale und robuste Ausdruck der Bohle unterstützt.

Die passenden Zaunpfosten
Die Bohlen für den Ranch- und Bohlenzaun werden an beiden Enden jeweils von zwei entweder runden oder eckigen Zaunpfosten gehalten. Die Verbindung wird meist mit geeigneten Holzschrauben realisiert. Runde Pfosten lassen ein Anbringen der Bohlen mit Versatz zu. Das bedeutet, dass Sie eine Bohle vorn und eine Bohle hinten am Pfosten befestigen. Dagegen können Sie die Bohlen an eckigen Zaunpfosten bündig zueinander anbringen. Alle Pfostenarten können entweder abgeschrägt sein, mit einem Rund- oder Doppelrundkopf enden oder auch einen Pyramidenstumpf aufweisen. Der verbreitetste Abschluss ist aber der einfach gerade abschließende. Hier können Sie als zusätzlichen Schutz nach der Montage noch Pfostenkappen aufbringen.
Befestigungsarten der Bohlen an den Pfosten:
- eckiger Pfosten: Bohlen liegen bündig aneinander – Gewicht ist einseitig verteilt
- runder Pfosten: Bohlen verlaufen übereineinander – Gewicht ist einseitig verteilt
- runder Pfosten: Bohlen verlaufen versetzt vor und hinter dem Pfosten – Gewicht ist beidseitig verteilt

Welches Holz eignet sich für den Ranch- und Bohlenzaun?
Das Holz für fast jeden Holzzaun wird in Deutschland fast immer kesseldruckimprägniert verkauft. Weit verbreitet sind die kostengünstigen weichen Hölzer wie Fichte und Kiefer, die nach der Imprägnierung grünlich oder bräunlich schimmern können. Die Kesseldruckimprägnierung soll das Holz vor dem Befall von Schädlingen z. B. Pilzen schützen und länger haltbar machen.
Dagegen können Sie heimische Harthölzer wie Eiche oder Lärche auch ohne Kesseldruckimprägnierung und ohne weitere Behandlung zu einem Holzzaun verarbeiten. Die Bohlen können Sie entweder sägerau oder bereits gehobelt erwerben.

Bohlenzaun selber bauen
Einen Ranch- und Bohlenzaun können Sie je nach Montageart mit wenig Aufwand und relativ kostengünstig auch selbst setzen. Für die Montage bzw. die Verankerung der Pfosten im bzw. am Boden können drei Varianten für Sie infrage kommen:
1. Pfostenanker, wie z. B. Einschlagbodenhülsen, die nach dem Auflockern des Bodens einfach eingeschlagen werden.
2. U-Pfostenträger werden immer mit Beton und Kies im Boden eingelassen. Diese Befestigungsart gilt als die stabilste und sollte immer für Torpfosten oder stark beanspruchte Bohlenzäune verwendet werden.
3. U-Pfostenlaschen, die meist mit einem Kreuzfuß versehen sind, können auf ein Mauerwerk oder einen Betonboden aufgedübelt werden.
Natürlich sollten Sie bei der Wahl der Befestigungsart auch auf die Art des Bodens achten. Als Zaunpfosten wird Ihnen im Handel oft Kreuzholz aus Lärche oder Kiefer angeboten. Kreuzholz zeichnet sich durch eine geringe Rissbildung und eine gute Standfestigkeit aus. Das ist wichtig, da die Zaunpfosten das tragende Konstruktionselement der gesamten Zaunanlage bilden.

Holzbohlen an den Pfosten befestigen
Nachdem Sie die Pfosten im Boden eingebracht haben, können Sie nun die Bohlen befestigen. Machen Sie sich vorher einen Plan, wie groß der Abstand der Bohlen zueinander sein soll. Beachten Sie dabei unbedingt Ihre endgültig angestrebte Zaunhöhe. Sie können die Bohlen an den Pfosten einfach mit geeigneten Holzschrauben befestigen. Wichtig ist, dass Sie genug Abstand zum Rand der Bohlen lassen, damit das Holz nicht ausreißt. Je nach Geschmack können Sie die Zaunpfosten auch mit Pfostenkappen bestücken, die dann eine zusätzliche Schutzfunktion ausüben.

Der Weide- oder Koppelzaun
Wenn Sie einen Ranch- bzw. Bohlenzaun als Weide- oder Koppelzaun errichten wollen, reichen auch angespitzte oder gerundete Zaunpfähle, die einfach in den Boden gerammt werden, aus. Vorher sollten Sie ein etwa spatentiefes Loch von ca. 20 x 20 cm Breite und Länge ausheben. Zusätzlich können Sie den Boden auch mit einem Locheisen lockern. Das Einrammen ist dann einfacher umsetzbar und der Pfosten nimmt nicht so schnell Schaden.

Der WPC-Bohlenzaun
Im Handel wird Ihnen auch der WPC-Bohlenzaun angeboten. Diese Zaunart hat mit dem ursprünglichen und urigen Holzbohlen- bzw. Ranchzaun nichts gemeinsam. WPC ist ein Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff und kein reines Naturmaterial. Deshalb fehlen auch die typischen optischen Holzeigenschaften wie die natürliche Maserung und die Waldkante. Die Nutzungsart dieser Zaunart bezieht meist auf den eines Sichtschutzzauns. An nur wenigen Designs werden Sie die typische Struktur des Bohlen- bzw. Ranchzauns wiedererkennen.

Pflege und Reparatur des Ranch- und Bohlenzauns
Je nach verwendeter Holzart können Sie Ihren Ranchzaun z. B. mit Leinölfirnis, Wetterschutzöl oder Holzschutzlasur behandeln. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Holz des Zauns nicht mit dem Boden direkt in Kontakt steht und die Feuchtigkeit nie auf dem Holz steht, sondern immer ablaufen kann. Bilden sich über die Zeit solche Stellen, wo dies nicht gegeben ist, macht ggf. das Neuausrichten der Pfosten und der Bohlen Sinn. Zur grundlegenden Pflege eines Holzzauns empfehlen wir Ihnen unseren Artikel „Holzzaun streichen„.

FAZIT
Ein Ranch- bzw. Bohlenzaun ist ein rustikaler und natürlicher Holzzaun, der seinen ganz eigenen Charme mitbringt. Er eignet sich nicht nur für die ländliche Umgebung, sondern kann auch einen stilvollen Kontrast zu modern bebauten und bepflanzten Grundstücken bilden. Bei der Auswahl sollten Sie auf die Holzart und die Bodenbeschaffenheit achten, dann erhalten Sie nach der Montage einen zeitlosen und eleganten Holzzaun, der Ihnen bei der richtigen Pflege lange Freude bereiten wird.
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